Boosey & Hawkes (Hendon Music)
Wie Absolute Jest basiert auch das Second Quartet auf Beethovenschen Fragmenten bzw. „Fraktalen“, wie Adams selbst sie nennt. Während er bei Ersterem zwei späte Streichquartette verwendete, stehen hier Klavierstücke im Mittelpunkt: die Sonaten op. 110 und op. 111 sowie eine der Diabelli-Variationen. Mit der kammermusikalischen Konzentration geht Adams hier, im ersten Scherzo-Teil des Quartetts, mit seinen Mitteln noch sparsamer um und entwickelt Harmonie, Kadenzstrukturen und rhythmische Profile aus der allerkleinsten Zelle heraus. Der zweite Teil geht von einem Andantino mit einer sanften Melodie, die in freien Assoziationen weiter ausgeführt wird, in einen Energico-Schlussteil mit gemeinschaftlicher Hyperaktivität aller vier Spieler über.